Start des Regelbetriebs in Kindertageseinrichtungen

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Der Regelbetrieb in den Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege ist am Montag, 29. Juni 2020, unter den Corona-Bedingungen gestartet. Das hat das Jugendamt der Stadt mitgeteilt.

Im Vorfeld haben die Einrichtungsleitungen mit ihren Teams die Betreuung der Kinder sowie die praktische Umsetzung der Vorgaben und den Ablauf in den Einrichtungen organisiert.

Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte am Montag: „Es freut mich sehr, dass wieder alle Kinder ihre Kita besuchen können. Die Anpassung an neue, herausfordernde Bedingungen und die Planung veränderter Abläufe in den Kitas ist durch das große Engagement der Fachkräfte vor Ort sehr gut gelungen. Dieser Schritt der Kitaöffnung wurde sehnsüchtig erwartet und bedeutet eine große Entlastung für die Familien. Nach der langen Zeit, in der die Kitas geschlossen waren, können die Kinder nun wieder gemeinsam in Gruppen spielen. Ein verlässlicher Kitabetrieb ermöglicht es zudem den Eltern, die Anforderungen von Familie und Beruf besser zu vereinbaren.“
In 150 der 152 städtischen Kindertageseinrichtungen können alle Kinder die Kita wieder besuchen, die vor der coronabedingten Schließung angemeldet waren. Für Kinder aus zwei Einrichtungen, die aufgrund baulicher Maßnahmen aktuell nicht nutzbar sind, wurden alternative Betreuungsmöglichkeiten gefunden.

Laut der beim Jugendamt zuständigen Abteilung Kita/Schulkind sei die Öffnung unter Corona-Bedingungen ein wichtiger Schritt, um persönliche Begegnung, Beziehung und Bildung wieder aufzunehmen. Dabei müssten sich alle Beteiligten bewusstmachen, dass trotz der Öffnung im Regelbetrieb keine Einrichtung wie in der Zeit vor Corona arbeiten wird. Alle erforderlichen und geplanten Veränderungen müssten in die Gestaltung des pädagogischen Alltags übertragen werden und hätten für Kinder, Eltern und Fachkräfte eine Neuorientierung zur Folge.
Ergänzend zu dem bereits bisher bestehenden Personalmangel in Kitas kommt nun zusätzlich der coronabedingte Ausfall einiger pädagogischer Fachkräfte hinzu. 64 von 2494 aktuell eingestellten Fachkräfte gehören zur Risikogruppe und können nicht eingesetzt werden. Dies hat Auswirkungen auf die Betreuungszeiten: In 58 Einrichtungen wird der Früh- und/oder Spätdienst gekürzt, bei 13 dieser Kitas wird zudem die tägliche Betreuungszeit eingeschränkt. Die Hauptbetreuungszeit (8 bis 16 Uhr) ist bei 94 Einrichtungen möglich
Die Stadt Stuttgart nutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Maßnahmen, um die Lücke der nicht einsetzbaren Fachkräfte schnellstmöglich zu schließen. Dadurch soll es gelingen, das bisherige Angebot wieder sicherzustellen und weitere Kita- Schließungen zu verhindern bzw. weitmöglichst zu begrenzen.

Von allen Einrichtungen wurde ein umfassendes Hygienekonzept auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst. Für das Betreten der Einrichtungen und für das Bringen und Abholen der Kinder gibt es neue Regelungen, die eingehalten werden müssen.
Bürgermeisterin Fezer bedankte sich bei den Beteiligten: „Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und auch die Kinder müssen Kompetenz, Flexibilität und die Bereitschaft für ein gutes Miteinander aufbringen, damit die gute und qualitativ anspruchsvolle Betreuung auch unter den besonderen Bedingungen sichergestellt werden kann.“

Ablauf in den Einrichtungen ändert sich
Die städtischen Kindertageseinrichtungen arbeiten seit vielen Jahren in offenen Konzepten. Die Gebäude, die Gestaltung der Bildungsräume und die Dienstpläne der Mitarbeitenden sind danach ausgerichtet. Die Vorgaben für den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen machen die Arbeit in begrenzten Gruppen mit fest zugeteilten pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einen eingeschränkten Zugang für die Kinder, Eltern und Fachkräfte sowie eine veränderte Art der Pädagogik erforderlich.

Veränderungen sind zum Beispiel:
- Bildungsbereiche wie Ateliers werden aufgelöst und in den einzelnen Gruppen zu Bildungsinseln umgewandelt.
- Das Außengelände wird aufgeteilt und feste Nutzungszeiten für Gruppen vergeben.
- Der Bewegungsraum wird in einen Gruppenraum umgewandelt.
- Feste und Feiern müssen neu konzipiert werden.
- Autonomes Verhalten der Kinder (beim Essen, Toilettengang...) muss begrenzt werden.
- Neue Gruppeneinteilungen werden vorgenommen.
- Zuständigkeiten der Bezugspersonen wechseln.
- Die Spielpartner- und Spielortwahl der Kinder wird eingeschränkt.
- Übergreifende Projekte und Einsatz von Externen verändern sich.

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